Der weitere Verlauf

Kontrolltermine beim Augenarzt: In der ersten Zeit nach der Operation werden Sie zunächst häufiger, später in zunehmend längeren Zeitabständen von Ihrem Augenarzt kontrolliert werden. Er wird entsprechend dem Heilfortschritt Art und Häufigkeit der anzuwendenden Tropfen festlegen und Sie über den Verlauf informieren. Es ist von entscheidender Bedeutung für einen dauerhaften Erfolg der Operation, dass Sie die Anweisungen Ihres Augenarztes peinlich genau einhalten, einschließlich der Kontrolltermine!

Fadenentfernung:

Die feinen Fäden, mit denen die Hornhaut (im Falle einer perforierenden, sowie der vorderen lamellären Keratoplasik) eingenäht ist, müssen viele Monate, teilweise bis zu 1 – 2 Jahren verbleiben. Wann der richtige Zeitpunkt für die Fadenentfernung ist, entscheidet Ihr Augenarzt. Irgendwann müssen die Fäden aber immer entfernt werden, weil sie sonst brüchig und schließlich lose werden, was in der Folge zu unangenehmen Nebenwirkungen führen kann, die sogar den Erfolg der Transplantation wieder in Frage stellen können. Nach der Fadenentfernung kann sich die Hornhautwölbung noch einmal, manchmal sogar erheblich, kurzfristig ändern. Einige Wochen danach stabilisiert sie sich aber in der Regel, sodass man dann die endgültige optische Korrektur (Brille, Kontaktlinse) verordnen kann. Bei der Innenschichttransplantation wird das Transplantat ohne Nähte befestigt, sodass dieser Aspekt dabei entfällt.

Körperliche Aktivität/Sport:

Generell gilt, dass Sie bei normalem Heilverlauf schon bald nach der Operation wieder Ihren normalen sportlichen Aktivitäten nachgehen können. Sie sollten jedoch langsam damit beginnen und sofort aufhören, wenn das operierte Auge drückt oder gar schmerzt. Sportarten, bei denen Augenverletzungen möglich sind, sollten Sie nach der Operation vermeiden (z. B. Kampfsport). Bei Ballsportarten sollte das Auge mit einer Schutzbrille geschützt werden. Im Zweifel fragen Sie bitte zuvor Ihren Augenarzt.

Heben/Tragen/Bücken:

Hier gilt ähnliches wie für den Sport. Sie dürfen alles tun, wobei das Auge nicht weh tut. Heben, Tragen oder Bücken in alltäglich normalem Ausmaß sind problemlos möglich – im Zweifel fragen Sie beim Augenarzt nach.

Arbeit:

In der Regel dürfen Sie ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie sich gut fühlen und die Sehschärfe mit dem operierten Auge oder beider Augen zusammen hierfür ausreicht, Ihrem Beruf wieder voll nachgehen. Sollte dies nicht möglich sein, werden Sie von Ihrem Augenarzt eine Krankmeldung erhalten.

Lesen/Bildschirmarbeit/Fernsehen:

Diese Tätigkeiten können Sie jederzeit nach der Operation wieder aufnehmen. Da die Augen dabei oft vermehrt austrocknen, sollte eine regelmäßige Nachbenetzung mit künstlichen Tränen erfolgen.

Wasser:

Für die ersten Wochen sollten Sie vermeiden, das Auge direkt mit Wasser oder Seife in Berührung zu bringen. Sollte versehentlich etwas Wasser in das Auge gelangen, ist dies jedoch kein Grund zur Sorge. Dem Schwimmen im Schwimmbad steht bei komplikationsfreiem Verlauf theoretisch auch wenige Wochen nach der Operation nichts mehr im Wege. Patienten mit durchgreifender Hornhautübertragung können jedoch theoretisch ein höheres Infektionsrisiko aufweisen. Daher empfehlen wir zur Sicherheit immer das Tragen einer wasserdichten Schwimmbrille.

Sauna/Thermalbad:

Hier gilt ähnliches wie für das Schwimmen. Nach einigen Wochen steht dem Sauna oder Thermalbad-Besuch nichts mehr im Wege.

 

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